Wal- und Wuesteberg

Das Wal- und Wüsteberghaus - im Details



Für naturbegeisterte Gruppen (Kinder, Jugendliche und
Erwachsene) und
auch Einzelne die Aufgrund einer weiten Anreise oder wegen einer mehrtägigen Veranstaltung zu den
Themen Naturschutz, Umweltschutz
und dem Ökumenischen
Pilgerweg/Jakobsweg
eine einfache Möglichkeit
zum Nächtigen
benötigen bieten wir Übernachtungsmöglichkeiten.

      • Kapazität mit Matratzen auf dem Boden und den einzelnen Betten
        bis zu 12 Personen
      • Schulklassen bitte auf Anfrage
      • Zelten im Garten

Für Spenden zur Deckung unserer Betriebskosten sind wir jederzeit
dankbar.


Voranmeldungen nimmt unsere Claudia Zickler telefonisch

gern entgegen unter:

> Festnetz     03578 3090041

> Mobilfunk 0176 37703789

Informationen zum Wal- und Wüsteberghaus in Schwosdorf

Unser „Wal- und Wüsteberghaus", Herzstück zwischen abendländischer Kultur und Natur- und Umweltschutz - am alten Jakobsweg zwischen Görlitz und Santiago de Compostela (Spanien) stehend, wurde von unserem Verein im Jahre 2006 erworben und seitdem Stück für Stück saniert. Dafür sind wir für jede Spende sehr dankbar.
Im ersten Halbjahr 2007 wurde mit dem Bau einer 9,4 kW/p Solar-
stromanlage auf dem Dach als Indach-Variante begonnen – nach
Abschluss der Solardach-Arbeiten steht dem Haus nun sogar eine
ca. 18,75 kW/p große Solarstromanlage zur Verfügung. 2009 wurde
eine moderne Dusche eingebaut. Im Erdgeschoß befindet sich eine kleine Küche für die Selbstversorgung.


Das Haus selbst wird für Veranstaltungen und als Zentrum überwiegend für die Themen Naturschutz, Umweltschutz und dem Ökumenischen Pilgerweg/Jakobsweg genutzt.

Einige Beispiele was in und um unser Haus stattfindet:

> der Nistkästenbau mit Kindern und ihren Eltern:


Regelmässig einmal im Jahr findet „Nistkastenbau-Tag" im Wal- und
Wüsteberghaus statt (im Jahr 2012 mit Herrn Jung und dem Kinder-
förderverein Brauna). In den darauffolgenden Tagen werden dann die
Nistkästen ausgehangen.
Nistkästen
> die alljährliche Frühlings-Vogelstimmenexkursion:


Jedes Jahr findet die inzwischen traditionelle Vogelstimmenwanderung
mit Herrn Wolfgang Hahn statt. Auch im Jahre 2012 wurden Nistkästen
die Kinder zusammen mit ihren Eltern gebaut hatten entlang der Via Regia
angebracht, und die Vögel konnten sie beziehen. Jetzt kann jeder die
Vögel – besonders die Kinder die die Kästen gebaut haben - beobachten.

> die von Jugendlichen aus Schwosdorf erstellte
   Dorfzeitung „Herzblatt":


Mehrmals im Jahr wird die von Jugendlichen aus Schwosdorf erstellte
Dorfzeitung „Herzblatt" erstellt und als Informationsmedium im Dorf
verbreitet.
Die journalistische Kreativität liegt dabei ganz bei den Jugendlichen.

> die mehrmals im Jahr stattfindende Kinoabende im
„Pilgerkino El Camino de Santiago":


Mehrmals im Jahr werden – bei schönen Wetter im Garten – Filme mit
unseren Freunden geschaut. Im „Pilgerkino El Camino de Santiago".
Geschaut werden Filme mit Bezug zum Pilgern, der Natur, dem Umwelt-
schutz und zu kulturellem Ansätzen.
Um die technische Realisierung kümmern sich ebenfalls die jungen
Menschen aus Schwosdorf!

> das „Leben und Erleben – mit unserer heimatlichen
   Natur" in unseren großen Zelten:


Für die Übernachtung direkt in der Natur Besitz der Verein zwei
sogenannte Tschums (große sibirische Zelte). Leider konnte wiederum
nur ein der beiden aufgebaut werden. Diese dienen Abenteuer-
übernachtungen in der Natur nach dem Motto: „Leben und Erleben – mit
unserer heimatlichen Natur". Die Gruppen leben somit direkt in der Natur
mit der Natur und können dadurch wieder einen besseren Bezug zu ihr
erhalten.

> das jährliche Frühlingsfest mit Kindersachenbörse:

Einmal im Jahr findet bei uns das Frühlingsfest statt. Um die Gärten
gemeinsam mit der Natur für den Frühling vorzubereiten gibt's derlei
Pflanzen.
Gleichzeitig gibt's auch eine Kindersachenbörse um insbesondere Eltern
mit einem geringen Einkommen die Gelegenheit zu geben sich günstig
Sachen für ihre Kinder von Privat zu kaufen – oder Sachen die sie nicht
mehr benötigen günstig abzugeben.

> das soziale Engagement für gefährdete Jugendliche:

Im September war eine Gruppe von gefährdeten Jugendlichen zum
Arbeitseinsatz in unserem Permagarten. Dieses Projekt wird mit einem
Richter und Sozialpädagogen aus Dresden begleitet und dient zur Selbst-
findung der Jugendlichen bei gemeinsamer Arbeit. Dieses Projekt führen
wir gern fort um ein paar positive Anstöße auch für die Jugend zu geben
die sonst wenig Berührungspunkte mit unseren Vereinsideen haben und
sich von der Gesellschaft teils ausgegrenzt fühlen.

> der Anlaufpunkt „Wal- und Wüsteberghaus" fürs
   alljährliche „Lausitzer Anradeln":


Wir beteiligen uns jedes Jahr beim „Lausitzer Anradeln". Damit haben wir
unsere gute Zusammenarbeit dem Lausitzer Heidebogen e.V. vertieft.

> die Töpferkurse für Groß und Klein – mit eigenem
   Brennofen:


Mehrmals im Jahr töpfern Groß und Klein (wenn gewünscht unter
Anleitung) im Wal-Wüsteberghaus in Schwosdorf. Dabei lässt man der
eigenen Kreativität freien Lauf – und bastelte z.B. die Weihnachtsge-
schenke für seine Liebsten einfach selbst. Anschließend wurden die Teile
im Brennofen des Vereins gebrannt. Das Angebot „Töpfern" übt unter
Anderem die Fertigkeiten (und Geduld) der Kinder– und natürlich Spaß
machen.

> die Ursprünge unseres Vereins – Beteiligung an den
   jährlichen Sternwanderungen zwecks Verhinderung des
   Gesteinsabbaus am „Wal-, Wüste und Hofeberg":


Jedes Jahr beteiligt unser Verein an der Sternwanderung gegen den
geplanten Gesteinsabba. Der PRO Wal- und Wüsteberg e.V. gründete
sich, um gegen den Gesteinsabbau in unserer Region einzutreten.
Ein Unternehmen beabsichtigt die umliegenden Granitvorkommen des
Wal- und Wüsteberges abzubauen. Dieser Abbau würde gravierende
negative Einschnitte in die Natur und die Lebensqualität der Anwohner
der umliegenden Gemeinden bedeuten. Dieses Vorhaben zu verhindern
ist bisher erfolgreich gelungen.

> die Veranstaltungen zum Thema Erneuerbare Energien:

Vermittelt wird unter anderem Wissen im Bereich des Naturschutzes und
dem Klimaschutz - letzeres mit besonderem Augenmerk auf die
Erneuerbaren Energien. So ist unter anderem das vereinseigene Wal- und
Wüsteberghaus mit einer solarstromerzeugenden Dachaußenhaut aus-
gestattet.
Auch die bei uns durchgeführten Informationsveranstaltungen zu Öko-
strom als auch die in Bälde stattfindenden Bildungsangebote zu den
Erneuerbaren Energien für Kinder, Jugendliche, Erwachsen sowie
insbesondere Schulklassen gehören zu unseren Schwerpunkten.

> der Infopoint "Grünes I" in Zusammenarbeit mit dem
   Dresdner Heidebogen
(ehemals „Herta´s Laden")


In unserem Infopoint verbreiten wir touristische und kulturelle
Informationen an die Besucher unserer Region. Dazu zählen auch
Wanderkarten und der Gleichen.

> das traditionelle Weinfest im Herbst:

Jedes Jahr im Herbst gibt's bei uns ein Weinfest – natürlich rund um das
Thema Wein. Wein flüssiger und in fester Form –mit Informationen und
kulturellem Angebot.

> der Garten:

Im Garten selbst können Naturliebhaber Zelten, außerdem gibt's einen
Platz für ein Lagerfeuer in gemütlicher Runde. Blickfang ist dabei unsere
ein schützenswertes Biotop bildende Trockenmauer.
Im Eingangsbereich steht die Skulptur „Die Säulen des Herold" die im
Rahmen der internationalen Bildhauertage in Nebelschütz/Miltiz
geschaffen wurden – in traditionellem „Kamenzer Granit" und als ein
Highlight der „Via Regia Skulptura" die ebenfalls bei uns entlang führt.
Im Außenbereich des Hauses befindet sich eine Sitzgruppe aus massivem
Pappelholz, die zum einen ein echter Blickfang ist und zum andern viel
Platz zum Ausruhen für Besucher bietet. Die Umfriedung des
Grundstückes wurde liebevoll mit einem Weidenzaun versehen.

> die Schwerpunkte bei der Sanierung und Umnutzung des
"Wal- und Wüsteberghauses":


Grundsätzlich war der wichtigste Punkt soviel wie möglich alte Bau-
substanz zu erhalten und damit dieses Haus was zum Abriss verdammt
war zu erhalten.
Alle bisherigen Verschönerungen im Gebäude selber wurden mit
biologischen Materialien durchgeführt. Da das Gebäude aus Granitsteinen
besteht, haben wir wie wir es vorfanden die Wände mit Lehm Putz und
Lehmfarbe verschönert. Die Herausarbeitung alter Bruchsteinwände, die
wiederverwendete alter Baumaterialien wie Granitsteine und Holz des
Hauses oder von Häusern der umittelbaren Umgebung sowie die
Verwendung regionaler Baustoffe waren weitere Schritte bzw. Prioritäten
hin zum heutigen Ergebnis.
Auch die erneuerbaren Energien in einer dörflich ästetischen Ausführung
wie die Solarstrom Süd, Ost, West und Nord (zusammen 18,75 kWp)
als Indachsystem, die Klärung des Schmutzwassers durch eine
vollbiologische Kläranlage zwecks Erhalt des regionalen Wasserkreislaufes
sowie die Nutzung von Ökostrom als Verbrauchsstrom finden Anwendung.
Generelles Ziel ist das Haus theoretisch autark betreiben zu können und
mehr Energie zu erzeugen als es selbst benötigt (Autarke Strom- und
Wärmeversorgung im Altbestand).
Da das Wüsteberghaus diente bis September 2012 als Pilgerherberge und
war die erste und einzige CO2 neutrale Herberge in Sachsen.
Garten
An der Fassade haben wir einige Spaliere angebracht und Wein gepflanzt,
den wir im Herbst anlässlich unseres Weinfestes ernten.


> das ist für die weitere Sanierung vorgesehen:

      • Wärmeerzeugung mit einer kleinen Wärmepumpe mit Solarkollektoren und Wärmespeicher für den Winter über ein Fußbodenheizsystem ebenfalls im Bestand
      • eine Be- und Entlüftungsanlage um Energie zu sparen und das Problem der Feuchtigkeit im Gebäude in den Griff zu bekommen
      • In einem weiteren Bauabschnitt 2014 ist vorgesehen:
        • die Dämmung des Gebäudes mit ökologischen Dämmmaterial sowie Aufwertung der bestehenden Fenster in Kombination neue Fenster im nicht von außen sichtbaren Bereich und damit Erreichung von lediglich 30 kWh/m2 Energiebedarf
        • Erneuerung der Außen-Türen sowie Einbau eines Sanitärtraktes
        • dörfliche Gestaltung der Außenanlagen

> der Epilog zu unserem
   Wal- und Wüsteberghaus/Vorhaben:

In Schwosdorf am Jakobsweg/Ökumenischen Pilgerweg und an der alten Via Regia soll etwas weit und breit Einmaliges entstehen. Etwas, dass die Traditionen der abendländischen Kultur, das Pilgern, mit dem heute so wichtigen Umwelt- und Naturschutz verbinden wird.
Und dies nicht zuletzt, um den Wal- und Wüsteberg vor dessen unwiederbringlicher Abbaggerung zu bewahren, sondern auch den Menschen ihre Wurzeln wieder ein Stück näher zu bringen und für deren Bewahrung zu sorgen.
Ein Herzstück also, was nicht nur für den Landkreis Kamenz sondern
auch über den Freistaat Sachsen hinaus Ausstrahlung besitzen wird.

Geschichte des Pilgerhauses

An dieser Stelle folgen bald weitere Informationen!